Referenzen

Schmerwitz (Ldkr. PM, Brandenburg), Gutshaus:

Untersuchung auf historische Farbigkeit in den wichtigsten Innenräumen, Frühjahr 2007

Das Gutshaus in Schmerwitz ist heute ein langgezogener L-fömiger Baukörper (Bild 1, 2). Es ist in mehreren Bauphasen entstanden. Unter Verwendung eines Vorgängerbaus wurde 1736 für Carl Friedrich Brand von Lindau ein barockes Gutshaus mit Walmdach und gartenseitigen Stummelflügeln errichtet. Der barocke Kernbau erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung, die Gartenseite liegt im Westen, der Haupteingang im Osten des Gebäudes. Es wird angenommen, dass der östlich vorgelagerte Hof schon im 18. Jahrhundert von Seitenflügeln begrenzt war. 1871/72 wurde ein neobarocker Nord-Flügel über zum Teil barocken Kellergewölben angebaut. Der Süd-Flügel brannte 1892 ab, der an den barocken Kernbau südlich anschließende Restbestand wurde entsprechend des Nord-Flügels neubarock umgestaltet. Die Hof- und Gartenfassaden des Kernbaus wurden Anfang des 20. Jahrhunderts verändert.

Nach einer wechselvollen jüngeren Geschichte und längerem Leerstand des Gebäudes sollte eine Untersuchung auf historische Farbigkeit klären, ob es noch schützenswerte historische Oberflächen in den Innenräumen gibt und wie diese beschaffen sind.

Als Ergebnis stellte sich heraus, dass nach umfangreichen Umbaumaßnahmen durch das gesamte 20. Jahrhundert hindurch kaum noch ältere Wandoberflächen vorhanden sind. Im Haupttreppenhaus (Bild 3) konnten allerdings noch barocke Putze mit Rocaille-Malereien aus der Mitte des 18. Jahrhunderts identifiziert werden (Bild 4-6). Diese Oberflächen wurden mit Japanpapier kaschiert, um sie bei den anstehenden Sanierungsarbeiten zu schützen.

Restaurierung-Drott - Schmerwitz
Bild 1

Restaurierung-Drott - Schmerwitz
Bild 2

Restaurierung-Drott - Schmerwitz
Bild 3

Restaurierung-Drott - Schmerwitz
Bild 4

Restaurierung-Drott - Schmerwitz
Bild 5

Restaurierung-Drott - Schmerwitz
Bild 6