Referenzen
Lübnitz (Ldkr. PM, Brandenburg), Dorfkirche
Untersuchung auf historische Farbigkeit, Dezember 2006
Freilegung und Restaurierung barocker Wandmalerei, Oktober 2009
Die spätromanische Dorfkirche von Lübnitz ist ein Feldsteinbau vom Anfang des 13. Jahrhunderts mit eingezogenem Chor und Apsis (Bild 1). Der Westturm wurde noch im Mittelalter anstelle eines westlichen Dachturms errichtet.
Obwohl sich die Kirche zuletzt als unscheinbarer und vernachlässigter Sakralraum präsentiert hat (Bild 2), konnten im Rahmen einer restauratorischen Untersuchung Befunde zu Wandmalereien aus drei Epochen ermittelt werden. In der Apsis und an der Westwand des Kirchenschiffs sind mittelalterliche Weihekreuze vorhanden. Im Chorraum und in der Apsis sind figürliche und ornamentale Wandmalereien des Barock durch eine Vielzahl von Übertünchungen abgedeckt und erhalten geblieben. Die Erstfassung der Patronatsloge mit ornamentaler Bemalung im Stil des Rokoko läßt sich ebenfalls noch nachweisen.
Nach der Hüllensanierung der Kirche in den Jahren 2007 bis 2008 wurden die Freilegung der Wandmalereibefunde und eine Neufassung des Kircheninnenraumes (Bild 3, 4) in Auftrag gegeben. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.
Die freigelegten Wandmalereien wurden mit Celluloseether gefestigt. Für die Hinterfüllung loser Putze und lockerer Kalktünchen wurden mineralische Hinterfüllmörtel verwendet. Die Strukturfestigung loser Putze geschah mit Kieselsäureesther. Retuschen an der barocken Wandmalerei wurden als Strichretuschen ausgeführt (Bild 5, 6).
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