Referenzen

Dretzen (Ldkr. PM, Brandenburg), Schul- und Bethaus:

Konservierung und Restaurierung der bauzeitlichen Fassung des Altrarraumes, Oktober 2009

Das Schul- und Bethaus in Dretzen wurde um 1908 als ziegelsichtiges Gebäudeensemble aus Backstein errichtet. In jüngerer Zeit wurde es zum größten Teil mit einem Zementmörtel dickschichtig verputzt (Bild 1).

Das Innere des Kirchenraumes besitzt noch seine bauzeitliche Raumfassung . Die Wandoberflächen sind mit Leimfarben gestrichen und mit schablonierten Mustern versehen. Der Sockelbereich des Altarraumes ist mit einer aufwendigen Vorhangmalerei dekoriert (Bild 2). Für eine Standzeit von nunmehr über 100 Jahren ist die Raumfassung im Kirchensaal noch relativ gut erhalten. Trotzdem haben sich vielgestaltige Schäden und Malschichtverluste an der Leimfarbengestaltung ereignet, die durch Feuchtigkeitseintrag entstanden sind.

Nach der vorausgegangenen Sanierung des Gebäudes war der Auftrag, die historisch überlieferte Fassung des Altarraumes zu konservieren und zu restaurieren. Da der bauzeitliche Putz noch gut am Mauerwerk haftete, konnten sich die Konservierungsmaßnahmen auf die Festigung der Malschicht beschränken. Als Festigungsmittel kam Celluloseether zum Einsatz. Um wieder ein geschlossenes Gesamtbild zu erhalten wurden kleinere Fehlstellen in der Malschicht mit Gouache-Farben retuschiert. Die Putzergänzungen der jüngsten Sanierungsmaßnahme wurden mit Leimfarbe im angrenzenden Farbton gestrichen. Unterbrochene Schablonenmuster wurden mithilfe von Schablonen rekonstruiert, die nach den originalen Mustern geschnitten wurden (Bild 3).

Restaurierung-Drott - Dretzen
Bild 1

Restaurierung-Drott - Dretzen
Bild 2

Restaurierung-Drott - Dretzen
Bild 3